Willkommen im SchokoCafé
Im Schatten des einzigartigen SchokoVulkans finden Sie unser SchokoCafé. Genießen Sie hier nach Ihrem Rundgang feine Trinkschokolade, Kaffee und leckere Torten.
Die Geschichte des Schokoladenmädchens
Ob es der hübschen Wiener Kutscherstochter Nandl Baldauf wohl je in den Sinn gekommen ist, daß sie einmal unsterblich würde?
Wir alle kennen doch gewiß dieses altbekannte, reizende Bildchen "La belle chocolatière" aus der Semper Gemäldegalerie im Dresdener Zwinger, das man in vielen netten Nachbildungen immer wieder sieht.
Die Kaiserin Maria Theresia von Österreich bat den berühmten Porträtisten ihrer Zeit, Jan Etienne Liotard (1702-1789), er war französischer Pastellmaler des Rokoko, nach Wien zu kommen, um sie selbst und ihre Kinder zu malen ...und siehe da: es fand das liebliche Stubenmädel Nandl so "malenswert", daß er sie während seines Wiener Aufenthalts ebenfalls porträtierte. Gerade, wie sie allmorgendlich in ihrer adretten Berufstracht, einem Kleid aus kostbarer Seide und einer weißen Schürze und Häubchen aus feinstem Leinen, auf einem chinesischen Lacktablett aufgeschäumte Trinkschokolade in einer Tasse aus Meißner Porzellan mit kandierten Früchten kredenzt. Auch ein Glas Wasser zum Verlängern dieses teuren Getränks steht mit auf dem Tablett.
So sind aus jener Zeit zwei Kostbarkeiten zugleich erhalten geblieben: die schöne Nandl und die damals so wertvolle Schokolade, das Morgengetränk, das am Bett serviert wurde, welches nur hohen Herrschaften, die es sich leisten konnten, vorbehalten war. Das Bild wurde schnell berühmt. Francesco Graf Algarotti erwarb das Gemälde am 2.Februar 1745 für die Galerie der Herrscher von Sachsen, zu deren bekannten Schätzen das Bild heute noch gehört.
Text: Jürgen P. Riewel







